Energetische Fassadensanierung der Berufsfeuerwehr, Ingolstadt

Nach gut zwei Jahren Bauzeit (April 2014 – Mai 2016) sind die Bauarbeiten der energetischen Fassadensanierung in Hinblick auf die bauphysikalischen, brandschutztechnischen und gebäudetechnischen Anforderungen der Berufsfeuerwehr in Ingolstadt im laufenden Betrieb abgeschlossen. Dabei wurde die Fassade des Hauptgebäudes und Werkstattgebäudes inkl. Dach von 1972 in 3 Bauabschnitten auf den aktuellen Stand der EnEV 2009 gebracht, der Deckenhohlraum zwischen Bestand und Aufstockung in die dichte Hülle integriert, alle Hallentore der Fahrzeughalle und Werkstatt erneuert, eine Umstrukturierung der Sozial- und Ruheräume im 1.OG vorgenommen und ein repräsentativer, vergrößerter Eingangsbereich geschaffen. Als letzte Maßnahme wurde der Freibereiche auf der Nordseite der Feuerwache neu gestaltet.

Durch die im Jahre 2002 erfolgte Aufstockung in Stahlbauweise um ein Geschoss ist die Statik des Bestandes weitestgehend ausgereizt. Die neuen Ausfachungen des Stahlbetonskeletbaus mussten somit in leichter Holzkonstruktion mittels Holzständerbauweise erfolgen. Als Fassadensystem wurde eine hinterlüftete mineralisch gedämmte Plattenfassade gewählt.

Durch den laufenden Feuerwehrbetriebs musste der 1. Bauabschnitt (Fassadensanierung Hauptgebäude 1.OG mit Teilung der Ruheräume und Erweiterung Eingangsbereich) in 5 Teilabschnitte unterteilt, der 2.Bauabschnitt (Austausch der Feuerwehrtore Hauptgebäude) in 4 Teilabschnitte unterteilt werden. Um die sicherheitstechnischen Belange der Feuerwehr zu berücksichtigen und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr gewährleisten zu können, war eine hohe Präsenz und ein erhöhter Koordinationsaufwand mit permanenter Abstimmung mit der Feuerwehr auf der Baustelle erforderlich.

Insgesamt wurden ca. 1450 m² Fassade, 24 Hallentore und 20 Ruheräume für die Feuerwehrmänner neu gestaltet.