„Hollerhof“ in Münchsmünster

Da der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen – Hollerhaus e.V. an seinem Hauptstandort sowohl im Bereich der bestehenden Wohnheime als auch der bestehenden Förderstätten weit an seine Grenzen kommt, hat sich der Bauherr zu einer weiteren Baumaßnahme, dem „Hollerhof“ entschlossen.

Der Neubau einer Förderstätte mit 49 Plätzen und eines Wohnheimes mit 24 Plätzen sowie eines Begegnungshauses, eines Tierhauses und eines Gartenhauses soll im östlich von Ingolstadt gelegenen Münchsmünster seinen Platz finden. Münchsmünster, eine Gemeinde, die selbst bereits im Zentrum viele öffentliche Einrichtungen barrierefrei erschlossen hat, unterstützt selbstverständlich das inklusive Konzept. Das Grundstück liegt autark nahe am Ortskern, ist ideal anzufahren und ist durch seine zusammenhängende Größe für den Gedanken des „Hollerhofes“ ideal geeignet.

Direkt an der neuen Quartiersstraße im Osten wird die Förderstätte, im Westen anschließend das Wohnheim platziert. Das Wohnheim wird auf diese Weise nicht durch die häufigen An- und Abfahrten sowie Anlieferungen, welche für die Förderstätte notwendig werden, gestört und liegt im ruhigeren Grundstücksbereich nahe dem Ortskern. Im Zwischenbereich zwischen Wohnheim und Förderstätte werden der Garten mit seinen Hochbeeten und Aufenthaltsflächen sowie ein kleines Tiergehege untergebracht. Als Ort der Inklusion soll unabhängig von Wohnheim und Förderstätte ein Begegnungshaus errichtet werden, das für alle Menschen offenstehen soll.

Im Wohnheim sind 3 stationäre Wohngruppen mit je 8 Plätzen für Bewohner jeweils um einen introvertierten Innenhof angeordnet. So werden zum einen spannende Innenräume mit guter Belichtung und Belüftung als auch gute Rückzugsorte für die Bewohner geschaffen. Unmittelbar über die Gruppenräume mit angrenzender Küche werden die Bewohnerzimmer erreicht. Der Mitarbeiter ist zentral in der Gruppe untergebracht und kann so den gesamten Betrieb optimal gestalten und überblicken.

Im Erdgeschoß des Wohnheimgebäudes werden 4 zusätzliche 2- und 3-Zimmer-Wohnungen vorgesehen, die über die Einkommensorientierte Förderung gefördert werden sollen.

Die Förderstätte beinhaltet 7 Fördergruppen à 7 Personen, die jeweils mit Nebenraum und WC-Kern ausgestattet sind und zum Innenhof hin orientiert werden. Direkt an der Quartiersstraße befindet sich die Küche, die alle Förderstättengänger während der Förderstättenzeiten versorgen wird. Die Funktionsräume, wie Musik, Werken oder Motorik und Sport sind jeweils an den Außenfassaden zum Garten hin untergebracht. Darüber hinaus werden im Freibereich zwei weitere Förderräume, nämlich der Garten mit Gartenhaus und Hochbeeten sowie das Tierhaus mit kleinem Gehege untergebracht.